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Datum 06.02.2012
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Die Wahrheit über Bass-Saiten, oder die Erfahrung, die wohl schon jeder ambitionierte Bassist gemacht hat: Je frischer sie sind, desto brillanter und klarer klingen sie. Die Profis wechseln die Saiten vor jedem Live- oder Studioeinsatz, der Normalo hat sie mindestens drei Monate drauf.

Verschleiss

Jede Saite nutzt sich bei Gebrauch ab und verliert ihren Glanz in den Obertönen, die Saite klingt dumpf und matt, der Bass-Sound setzt sich nicht mehr durch, das Spielgefühl ist gummig. Die Ursache für dieses Problem liegt beim Handschweiss und den Hautpartikeln, die sich beim Spielen von den Fingern lösen. Der Handschweiss weist bei manchen Menschen schon beinahe "Säure"-Charakter auf, das heisst, nach einem Tag spielen sind die Saiten tot. Beides, Schweiss wie Hautpartikel lagern sich zwischen den Aussen-Wicklungen ab und hindern die Saite so am unbeschwerten Ausschwingen. Bass-Saiten haben also eine begrenzte Lebensdauer, und diese ist abhängig von der Beanspruchung der Saite, wie stark die Hautschweiss-Absonderung des Musikers ist, wie gut die Saiten gepflegt wurden und nicht zuletzt, wie oft man auf dem Instrument spielt.
Manche Bassisten kochen ihre alten Drähte aus, andere legen sie in Sprit oder ähnlichen Chemikalien ein und verschliessen die Saiten vor der Öffentlichkeit, wiederum andere probieren es sogar mit Ultraschall. Der Zweck ist klar, man versucht, die Lebensdauer der Saiten zu verlänger, was einem tatsächlich auch gelingt, aber ganz frisch tönt die Saite nie mehr. Natürlich darf man auch die rein mechanische Abnutzung nicht vergessen, diese sind unwiderruflich und verändern das Schwingungsverhalten der Saite nicht wenig.

Bespielbarkeit

Die Bespielbarkeit ist eine sehr subjektive Angelegenheit, der eine mag lieber etwas dickere Drähte, der andere bevorzugt dünnere. Ebenfalls spielt es auch eine Rolle, welche Spiel-Technik und welchen Musikstil man bevorzugt. Für Tapping und Slapping nimmt man eher die dünneren, für das Plektrumspiel und die Zupftechnik eher die dickeren, eine individuelle Sache bleibt es aber so oder so. Die Spannung der Saite wird entscheidend von der Stärke des Saitenkerns beeinflusst, das heisst, je dicker der Kerndraht ist, desto höher wird die Saitenspannung und umgekehrt. Deshalb fühlen sich die verschiedene Bassmarken der gleichen Stärke auch so unterschiedlich an, aber dies gehört wohl auch zu den Firmengeheimnissen, die wohl behütet werden.

Der technische Aspekt

Jede Basssaite besteht aus Draht, der um einen runden oder sechseckigen Kern gewickelt wird. Der eckige Kern hat den Vorteil, dass die Umspinnungen besonders fest sitzen, dafür macht sich eine grossere Steifheit im Schwingungsverhalten bemerkbar. Der runde Kern schwingt schöner aus, dafür können sich die Umwicklungen schneller vom Kern "lösen" und die Saite so in die ewigen Jagdgründe befördern. Die zweite wichtige Einteilung erfolgt über die Legierung des Drahtes, aus welcher die Saiten hergestellt werden. Es gibt Saiten aus "Stainless Steel", also aus Stahl, und Saiten aus einer Nickellegierung. Für die Firmen stellt sich das Problem dar, einen Mittelweg zu finden zwischen den Eigenschaften der Legierungen, die dem Schwingungsverhalten zu gute kommen und der magnetischen Eigenschaft des Drahtes, der sich zwischen den Polen des Tonabnehmers bewegt und so den Basssound produziert.
 

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