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Für einen angenehmen Spielkomfort und die Bundreinheit, vor allem in den hohen Lagen oder beim Akkordspiel, ist es wichtig, dass alle Komponenten an einem Bass gut aufeinander abgestimmt sind. Folgende Faktoren sind entscheidend: Halsneigung, Saitenhöhe, Saitenstärke und die effektive Saitenlänge. HalsneigungDie Halsneigung sollte so gerade wie möglich sein. Um das zu prüfen, schaut man von der Brücke aus den Saiten entlang, diese sind ja gerade. Jetzt erkennt man, wie der Hals eingestellt ist. Neigt sich dieser nach oben, so ist in den mittleren und hohen Lagen eine zu hohe Saitenlage gegeben. Das Drücken der Saiten bereitet Mühe und verbraucht zuviel Kraft. Zudem ist es fast unmöglich, den Bass bundrein einzustellen. Neigt sich der Hals nach unten, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Saiten schnarren. das heisst die Saite berührt bei jeder Schwingung noch weitere Bundstäbe. Das klingt nicht gut und verringert auch das Sustain. Jeder Bass hat im Hals eine eingebaute Halsspannschraube. Mit ihr kann man die Spannung des Halses einstellen, sodass dieser der Saitenspannung genügend Kraft entgegensetzen kann und gerade ist. Die Schraube befindet sich in der Kopfplatte (manchmal unter einer kleinen Abdeckung), oder auf der Bodyseite des Griffbretts. Neigt sich der Hals nach oben, so setzt er der Saitenspannung zuwenig Kraft entgegen, die Spannschraube muss angezogen werden. Neigt er sich nach unten, so muss die Schraube etwas gelockert werden. Bevor man irgendwelche Einstellungen vornimmt, sollte der Bass aber zumindest grob gestimmt werden, damit sich der Saitenzug nachher nicht mehr ändert. Wenn man die Saite in dem tiefsten Bund und dem höchsten Bund herunterdrückt, so sieht man am Abstand der Saite zum Griffbrett ebenfalls, wie der Hals geneigt ist. Dieser Abstand sollte an der höchsten Stelle etwa 1mm sein (Kreditkartenbreite). SaitenhöheDie Höhe der Saiten, auch Saitenlage genannt, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Grundsätzlich gilt, je tiefer eine Saite liegt, desto weniger Kraft wird zum Spiel benötigt, man spielt lockerer und vielleicht auch schneller. Aber, die Saite neigt auch eher dazu, zu schnarren. Vor allem, wenn man auch mal kräftig loslegt. Liegt die Saite höher, leidet der Spielkomfort und die Schnelligkeit, dafür kann man auch mit mehr Energie spielen. Wie gesagt, jeder muss hier seine eigene Einstellung finden. Deshalb lohnt es sich auch damit ein wenig herumzuexperimentieren. Ein Plektrumspieler wird eine höhere Saitenlage wählen als ein filigraner Jazzer. Die Saitenhöhe kann bei den meisten Bässen für jede Saite einzeln an der Brücke eingestellt werden, dort wo sie auf den sog. "Böckchen" ruht. Es gibt viele verschiedene Systeme, aber im Endeffekt funktionieren alle ähnlich: Schraube rein = Saite höher. Das Ziel ist eine möglichst tiefe Saitenlage, die bei der jeweils persönlichen Spielweise ohne lästiges Schnarren auskommt. SaitenstärkeJeder Saitentyp ist anders in bezug auf die Saitenspannung. Das hat zur Folge, dass all die oben erwähnten Faktoren bei einem neuen Saitentyp wieder richtig eingestellt werden müssen. Bei einem Saitenwechsel bei gleichem Typ ist das allerdings nicht nötig! BundreinheitDie Effektive Saitenlänge ist die Länge, die wirklich schwingt - also vom Sattel bis zum Auflagepunkt an der Brücke, dem Böckchen. Diese Länge ist entscheidend, damit die gegriffenen Intervalle, bzw. Tonabstände auf dem Griffbrett auch stimmen. Dabei geht man folgendermassen vor: Die Saite muss mit einem Stimmgerät ganz genau gestimmt werden. Jetzt die Saite mit normalem Kraftaufwand in verschiedenen Bünden herunterdrücken und mit dem Stimmgerät messen. Sind die gegriffenen Töne generell zu tief, so ist die schwingende Saite zu lang, sind sie zu hoch, so ist die Saite zu kurz. Um das zu korrigieren, kann das Böckchen nach vorne oder hinten verschoben werden. Auch hier gibt es wieder verschiedene Systeme. Meistens sind auch sie mit einer Schraube verstellbar. Hier gilt: Saite zu lang = Schraube lösen, Saite zu kurz = Schraube anziehen. Bei dieser Einstellung muss man wiederum einen Kompromiss suchen. Da die Bundierung niemals 100% genau ist, sind kleine Abweichungen nicht auszuschliessen. Trotzdem muss man versuchen, das Beste aus seinem Bass herauszuholen. Dabei sollte man bei jeder Saite auf die Lagen achten, in denen man bevorzugt spielt. Nur aus der Gesamtheit dieser Einstellungen ergibt sich die Bundreinheit. Aber diese Arbeit lohnt sich auf jeden Fall. Viel Spass!
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